Parodontologie

Gesundes Zahnfleisch als Fundament

Parodontitis ist die häufigste Ursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter – und sie verläuft lange Zeit schmerzlos. Bis es zu spät ist, merken viele Menschen nichts. Wir erkennen Parodontitis früh, stoppen ihren Verlauf und helfen Ihnen, Ihr Zahnfleisch langfristig gesund zu erhalten.

Was ist Parodontities

Was ist Parodontitis – und warum ist sie gefährlich?

Das Wort „Parodontose" ist im Volksmund verbreitet, aber fachlich ist der richtige Begriff Parodontitis– eine bakterielle Entzündung des Zahnbetts (Parodont). Sie betrifft nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch den Kieferknochen und die Fasern, die den Zahn verankern. Unbehandelt kann Parodontitis zu:

  • Taschenbildung zwischen Zahn und Zahnfleisch
  • Knochenschwund um die Zahnwurzeln
  • Zahnlockerung und Zahnverlust führen
Was viele nicht wissen: Parodontitis ist außerdem mit systemischen Erkrankungen verknüpft. Studien belegen Zusammenhänge mit Herzerkrankungen, Diabetes, Frühgeburten und rheumatoider Arthritis. Ein gesunder Mund ist daher nicht nur schön – er ist für Ihre allgemeine Gesundheit wichtig.

 

Zeichen einer Parodontitis

Achten Sie auf diese Warnsignale:

  • Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder von selbst
  • Rotes, geschwollenes oder zurückgehendes Zahnfleisch
  • Mundgeruch, der trotz guter Hygiene anhält
  • Lockere Zähne oder veränderter Biss
  • Schmerzen oder Druckgefühl im Zahnfleisch

Wenn Sie eines dieser Zeichen bemerken: Kommen Sie zu uns. Je früher, desto einfacher die Behandlung.

So läuft es ab

Ihre Behandlung Schritt für Schritt

  1. Parodontaler Befund

    Wir messen systematisch alle Zahnfleischtaschen rund um jeden Zahn. Das klingt aufwendig – dauert aber nur wenige Minuten und gibt uns ein vollständiges Bild.

  2. Aufklärung & Mundhygieneinstruktion*

    Wir zeigen Ihnen, welche Stellen Sie besonders gründlich reinigen müssen. Die richtige Putztechnik ist ein wesentlicher Bestandteil jeder erfolgreichen Parodontitis-Therapie.

  3. Professionelle Reinigung (UPT oder PAR-Behandlung)

    Die eigentliche Behandlung: Mit speziellen Instrumenten reinigen wir Zahnfleischtaschen, Zahnoberflächen und Wurzeln von Bakterienbelägen (Biofilm) und Zahnstein – gründlich, schonend und bei Bedarf unter Betäubung.

  4. Reevaluation

    Ca. 6–8 Wochen nach der Behandlung prüfen wir den Heilungsfortschritt. Das Zahnfleisch hat sich häufig deutlich erholt.

  5. Unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT)

    Nach erfolgreicher Behandlung sind regelmäßige Pflegetermine (alle 3–6 Monate) entscheidend, um den Zustand zu erhalten. Parodontitis ist chronisch – sie kann kontrolliert, aber nicht endgültig geheilt werden.

Häufige Fragen

Ich putze zweimal täglich – wie kann ich Parodontitis haben?

Auch bei guter Pflege können sich Bakterien in Taschen ansammeln, die mit der Zahnbürste nicht erreichbar sind. Genetische Veranlagung, Rauchen und systemische Erkrankungen erhöhen das Risiko zusätzlich. Schuld ist nicht mangelnde Hygiene – sondern ein komplexes Zusammenspiel von Faktoren.

Tut die Zahnfleisch-Behandlung weh?

Tiefe Taschen werden unter lokaler Betäubung gereinigt – Sie spüren nichts während der Behandlung. Danach kann das Zahnfleisch einige Tage empfindlich sein. Das ist normal und klingt ab.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die systematische PAR-Behandlung ist seit 2021 eine vollständige Kassenleistung – ohne Eigenanteil für gesetzlich Versicherte. Wir informieren Sie gerne vor dem Termin.

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